Jeder dritte Gastgeber in Berlin erwägt Betriebsaufgabe

Nach über einem Jahr Pandemie spitzt sich die Lage im Gastgewerbe zu. 31 Prozent der Unternehmen zieht eine Betriebsaufgabe in Erwägung. Wie eine Umfrage des Dehoga Berlin unter 4.700 Mitgliedern ergab, verzeichneten die Betriebe im April Umsatzeinbußen in Höhe von 85 Prozent im Vergleich zu April 2019.

Ausstehende Finanzhilfen sorgten bei 76 Prozent für existenzielle Bedrohung. Umso wichtiger seien laut Dehoga die staatlichen Hilfen, doch hier hake es. Noch immer warteten rund zehn Prozent der Betriebe auf die vollständige Auszahlung der November- und Dezemberhilfen. Auch beim aktuellen Förderprogramm der Überbrückungshilfe III melden 79 Prozent noch keinen Eingang der dringend benötigten Gelder. Zudem würde die Überbrückungshilfe III nur die Hälfte der Verluste abdecken.

Insolvenzantragspflicht aussetzen

Vor diesem Hintergrund wiederholt der Hotel- und Gaststättenverband seine Forderung nach verlängerter Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, über den 1. Mai hinaus. Es sei absolut inakzeptabel, wenn unverschuldet in Notlage geratene Unternehmen jetzt gezwungen würden, einen Insolvenzantrag stellen müssten.